08 froehliche Apokalypse | Kulturfreunde Bayreuth
Seit 70 Jahren sind wir ein engagierter Mitgestalter von Konzerten in Bayreuth, um Musik als Erlebnis für jede Generation neu und offen erfahrbar werden zu lassen. Sinfoniekonzerte, Kammermusik, Duo- und Solo-Abende sowie Kinderkonzerte organisieren wir mit international bekannten Künstlerinnen und Künstlern auf höchstem Niveau.
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© Schutte
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Freitag · 12.03.2027 · 19.30 Uhr | Friedrichsforum · Großer Saal

 

Die fröhliche Apokalypse – Wien um 1900

 

Aglaia Szyszkowitz: Lesung

Isabel Lhotzky: Klavier

Peter Clemente: Violine

Konstantin Pfitz: Cello

Textkonzept: Eva Hofmann

Musikalisches Konzept: Isabel Lhotzky

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Max Reger:
Sechs Burlesken, op. 58 Nr. 1

 

Georges Bizet:
Jeux d’enfants, op. 22 »Le Bal«

 

Robert Schumann:
Bilder aus Osten, op. 66

 

Astor Piazzolla:
Vier Jahreszeiten

 

Frédéric Chopin:
Klavierkonzert op. 11, Nr. 1
2. Satz Largo. Romance (Ausschnitt)

 

Niccolò Paganini/Franz Liszt:
La campanella

 

Franz Schubert:
Fantasie f -moll op. 103 D940 (Ausschnitt)

 

Gabriel Faure:
Dolly op. 56 Nr. 3 »Le jardin de Dolly« (Ausschnitt)

 

Bernd Lhotzky:
Salir a la luz

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→ Konzert 8 der Saison 2026/27

© Schutte
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Manche Städte oder Gesellschaften haben besonders »ikonische« Momente. Im Fall Wien ist das die Zeit um 1900, in der unglaublich viele Künstler, Wissenschaftler, Architekten, Musiker, Schauspieler, Schriftsteller … auf eine recht durchlässige, tolerante, vor allem den Genüssen – auch den kulturellen! – zugeneigte Gesellschaft treffen. In dieser »fröhlichen Apokalypse« (Hermann Broch) zwischen der »Backhendl-Zeit« und dem ersten Weltkrieg entsteht besonders viel von dem, was Wien bis heute weltweit zu einem Sehnsuchtsort macht. Besonders wichtige, aber auch heute weniger bekannten Protagonisten der Zeit kommen in einzelnen Kapiteln zu Wort – nicht in Form von kompletten Kurzbiographien, eher in ein paar typischen Szenen mit möglichst viel »Originalstimme« oder durch Beobachtungen von Zeitgenossen. Schnitzler, Mahler, Freud sind ebenso dabei wie Berta Zuckerkandl und Alexander Girardi. Karl Kraus lästert, Stefan Zweig beobachtet, Peter Altenberg sitzt im Central, und auf die meisten wartet das typische Wiener Ende: die schöne Leich.

 

Die in Graz geborene Aglaia Szyszkowitz wurde am Wiener Volkstheater ausgebildet, spielte auf verschiedenen deutschen Bühnen und lebt mit ihrer Familie in München. Als gefragte Filmschauspielerin stellt sie ihre Vielseitigkeit immer wieder unter Beweis – von Komödien bis zur eigenen Krimiserie. International machte sie u.a. durch ihre Rolle in »Klimt« von sich reden. Und auch mit Lesungen sorgt sie für Furore: »Jedes gelesene Wort wird zum Erlebnis!« (Kleine Zeitung)

 

Das Textkonzept stammt von Eva Hofmann, die stimmungsvolle Musik hat Isabel Lhotzky (Klavier) ausgewählt, die sich mit dem ARD-Kammermusikpreisträger Peter Clemente (Violine) und Jiri Bárta (Violoncello) zwei hochkarätige und international gefragte Musiker als Bühnenpartner sichern konnte.

 

»Mit jedem Stadtbewohner, den Szyszkowitz auferstehen lässt, entfaltet sich ein wenig mehr von dem, was das originär Wienerische damals ausmachte. Eine Art Schicksalsergebenheit, ein galgenhumoriger Blick auf das Selbst, garniert mit Hang zum Kulturgenuss und zur Debatte«. (Süddeutsche Zeitung)

 

»Die Besucher wollten nach zwei sehr vergnüglichen Stunden lang nicht aufhören zu klatschen.« (Münchner Merkur)

Nächstes Konzert:

TaleaTrio –
»Innenwelten«