Schulkonzert_Confringo | Kulturfreunde Bayreuth
Seit 70 Jahren sind wir ein engagierter Mitgestalter von Konzerten in Bayreuth, um Musik als Erlebnis für jede Generation neu und offen erfahrbar werden zu lassen. Sinfoniekonzerte, Kammermusik, Duo- und Solo-Abende sowie Kinderkonzerte organisieren wir mit international bekannten Künstlerinnen und Künstlern auf höchstem Niveau.
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Begeisterung bei allen Beteiligten am Gesprächskonzert im WWG
Begeisterung bei allen Beteiligten am Gesprächskonzert im WWG

»Wo bleibt mein Cello?« – Schulisches Gesprächskonzert im Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium Bayreuth

Zum Ende des Gesprächskonzerts, das das Confringo Klavierquartett am Vormittag des 7.1.2026 im WWG vor zwei fünften Klassen gab, fragte eine Schülerin: Was war euer anstrengendstes Konzert? Keiner ihrer drei Musikerkollegen [Eun Che Kim (Violine), Martin Moriarty (Viola) und Viktor Soos (Klavier)] konnte der Cellistin Irina Sosifoska den ersten Rang streitig machen. Sie war einmal auf dem Weg zu einem Konzert in einem anderen Land, als ihr in einem fremden Fahrzeug transportiertes Cello an der Grenze zurückgehalten wurde. Am Konzertort musste sie bange Stunden warten, ob sie ihr Instrument überhaupt noch zum Konzert bekommen würde. Eine halbe Stunde vor Konzertbeginn konnte sie sich endlich einspielen. Ihr Cello war angekommen. Sehr spät zwar, aber gerade noch rechtzeitig, und alles war gut.

 

Bei den vielen anderen Schülerfragen, ging es weniger dramatisch zu. Information stand im Vordergrund: Wie lange spielt ihr zusammen? Wie habt ihr euch als Quartett gefunden? Wie anstrengend ist es, euer Instrument zu spielen? Wie und wann habt ihr euch für euer Instrument entschieden und war es eure eigene Entscheidung oder haben da andere mitbestimmt? Deutlich wurde bei den Antworten auf die Frage, wo die Vier denn bereits aufgetreten sind, dass man wirklich Freude am Reisen und der Übernachtung in Hotelbetten haben sollte, wenn man eine internationale Musikerlaufbahn anstrebt. Denn als Klavierquartett sind sie in ganz Deutschland aufgetreten, und als Solisten oder mit anderen Musikern zusammen haben sie insgesamt schon Konzerte in vielen Ländern Europas, Amerikas und Asiens gegeben.

 

Natürlich kam die Musik nicht zu kurz. Aus ihrem Programm, das sie am Abend im ZENTRUM spielten, wählte das Quartett als Einsteig den langsamen Satz und den schnellen Schlusssatz des Es-Dur Klavierquartetts op. 47 von Schumann. Zum Abschluss waren dann das Scherzo und das Finale des Strauss-Klavierquartetts c- Moll op. 13 an der Reihe. Auf die Frage von Viktor Soos, wer denn ihren Zuhörern besser gefallen habe, der Schumann oder der Strauss, war das Urteil eindeutig: überwältigende Mehrheit für Strauss! Dafür gab es als Zugabe noch den langsamen Satz aus dessen Klavierquartett.

 

Für viele Schülerinnen und Schüler war dieses Gesprächskonzert die auf jeden Fall erste unmittelbare Begegnung mit klassischer Musik und noch dazu mit einem spannenden, aber doch anspruchsvollen Programm. Ein großes Lob deshalb den Fünftklässlern für die Konzentration, die sie eine Stunde lang durchgehalten und für die vielen klugen Fragen, die sie gestellt haben. Die haben die Musiker spürbar animiert. Ihre Offenheit für die Wissbegier ihres Publikums, ihre so ehrlichen wie präzisen und humorvollen Antworten und natürlich ihre stupenden instrumentalen und interpretatorischen Fähigkeiten haben diese Stunde am Vormittag zum reinen Vergnügen gemacht. Das Abschlussbild und eine Auswahl von Schülerstimmen sind der Beweis für alle, die nicht dabei sein konnten!

Das Konzert war ein Gemeinschaftsprojekt der Kulturfreunde Bayreuth mit dem Wirtschaftswissenschaftlichen und Naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasium der Stadt Bayreuth und dem Confringo Klavierquartett mit Unterstützung der Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb des Deutschen Musikrats und des Rotary Clubs Bayreuth-Eremitage.

Text: Bernd Zinner

 

Schülerstimmen:

 

»Ich fand es schön, dass wir mal so ein Konzert gehört haben und erleben durften, weil wir Kinder würden uns wahrscheinlich nie zu Weihnachten ein Ticket für so ein Konzert wünschen, aber es war schon toll so etwas mal zu hören. Vielen Dank.«

 

»Es hat mich total beeindruckt, wie viel die Musiker üben, wie gut die sich verstehen und mit wie viel Leidenschaft die spielen. Das hat man ihnen sogar richtig angesehen beim Spielen. Cool, dass wir so nah dran sitzen durften.«

 

»Ich fand es super, dass wir mit den Musikern reden konnten und sie alles erklärt haben und echt alle unsere Fragen so ehrlich beantwortet haben. So kann man die Musiker viel besser kennenlernen und es ist viel persönlicher als in einem normalen Konzert.«