Jugendförderung alt | Kulturfreunde Bayreuth
Seit 70 Jahren sind wir ein engagierter Mitgestalter von Konzerten in Bayreuth, um Musik als Erlebnis für jede Generation neu und offen erfahrbar werden zu lassen. Sinfoniekonzerte, Kammermusik, Duo- und Solo-Abende sowie Kinderkonzerte organisieren wir mit international bekannten Künstlerinnen und Künstlern auf höchstem Niveau.
Klassik, Musik, klassische Musik, Konzerte, Events, Bayreuth, Kultur, Kunst, Klavier, Streicher, Violine
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Trio Adorno im Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium      

Wir fördern die musikalische Bildung von Kindern und Jugendlichen durch spezielle Konzerte und Schulbesuche der Musiker.
Unser Ziel ist es, auch künftige Generationen für die faszinierende Welt der Musik zu begeistern.

Duo Sono Eternity: Musikalische Reise durch die Jahrhunderte mit Flöten und Schlagzeug

 

Am 13.6.2023 ermöglichte die Gesellschaft der Kulturfreunde Bayreuth e.V. an der Markgrafenschule ein Gesprächskonzert mit Duo Sono Eternity: Sophia Schambeck und Sebastian Wielandt präsentierten den Schülerinnen und Schülern auf virtuose Weise Musik für Flöten und Schlagzeug aus verschiedenen Epochen und von vielen Komponisten.
Das Konzert wurde von 50 Kindern der Grund- und Mittelschulstufe besucht und fand große Resonanz. Geduldig und sehr aufgeschlossen erklärten die beiden Musiker ihre Instrumente und beantworteten viele Fragen zur Musik, der Spielweise, der Ausbildung und dem Spiel auf den Instrumenten. Gespannt lauschten die Zuhörer dem virtuosen Spiel. Ihre Freude am Hören der klassischen Musik war spürbar. Besonders interessant fanden sie es, die Instrumente selbst erproben zu dürfen.
Wir freuen uns sehr, dass die Kulturfreunde Bayreuth uns mit diesem Konzert bedacht haben. Es war ein wahrer Ohrenschmaus und ein bejubeltes Ereignis für die Markgrafenschule und deren Schülerinnen und Schüler!
Die Markgrafenschule sagt auch mit diesem Bericht DANKE!

 

Ein Gemeinschaftsprojekt der Kulturfreunde Bayreuth mit der Flötistin Sophia Schafbock, dem Percussionisten Sebastian Wielandt und der Markgrafenschule Bayreuth mit Unterstützung der Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb und des Rotary Clubs Bayreuth-Eremitage.

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Rhythmus und Klang – eine „magische“ Stunde in der Grundschule St. Johannis Bayreuth

 

Wissen Sie, verehrte Leserin, geschätzter Leser, wie ihr Körper klingt? Auch die 40 Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgangsstufe der St. Johannis Grundschule wissen es nicht, bevor sie am 15. März 2023 Sebastian Wielandt bei dessen Body-Percussion in der Aula der Schule zuhören. Und Sie werden genauso wie die Kinder verblüfft und begeistert davon sein, welches „Konzert“ man mit Brust, Bauch, Armen, Fingern, Beinen, Lippen, Zunge und Mund hervorbringen kann. Fehlen eigentlich nur noch Schuhe, Konzertschuhe allerdings, um die Klangpalette perfekt zu machen. Aber auch die hat der „Klangmagier“ dabei.

Ist das einer der Höhepunkte des schulischen Gesprächskonzerts? Das kann man eigentlich nicht sagen, denn die gute Stunde, die das Konzert dauert, ist eine Abfolge von Außerordentlichem. Es beginnt mit Stücken auf dem Vibraphon, der Rahmentrommel, der Darbuka und der kleinen Trommel. Später ist das Trommelset mit den Wood Blocks dran. Schlägel und Besen dienen zur Klangerzeugung. Wenn man glaubt, das ist es gewesen, kommen auch noch die Hände ins Spiel, beileibe nicht nur auf den Fellen der Trommeln. Wozu gibt es Rahmen, die man auch bespielen kann? Die Zuhörer lauschen mit angehaltenem Atem, aber ihre Körper können sie kaum ruhig halten, so sehr sind sie von dem rhythmischen Feuerwerk mitgerissen. Dann aber löst sich die Anspannung in spontanem Applaus und begeisterten Beifallsrufen.

Den Fragen der Kinder stellt sich Sebastian mit unerschütterlicher Ruhe und Geduld. Wie hält man die Schlägel? Wie kann man überhaupt in einer Hand zwei Schlägel halten und damit auch noch differenziert spielen. Warum sind die Schlägelköpfe verschiedenfarbig? Wann hast du mit dem Schlagzeug angefangen? Haben dich deine Eltern dabei unterstützt? Was kosten die Instrumente? Wie kann man sich die Stücke alle merken? Was spielt es für eine Rolle, dass sich dein Körper beim Spielen mit bewegt? Übst du täglich und wie lange?

Den Kindern ist schon bewusst, dass man solche Virtuosität nicht von heute auf morgen erreichen kann. Aber Sebastian macht allen Mut, denn jeder Mensch trägt Rhythmus in sich: mit Puls und Herzschlag. Angefangen hat er mit den Töpfen seiner Mutter und „Instrumente“ hat er überall gefunden. Mit seiner Body-Percussion hat er das bereits demonstriert. Dann wendet er sich der großen Glastür in der Aula zu und plötzlich wird ein Teil des Schulhauses zum Musikinstrument: Glas, Fensterrahmen und Wand machen Musik! Als er einen Schluck Kaffee trinkt, entlockt er auch mithilfe des Löffels der Tasse rhythmische Klänge.

Fasziniert hat die Kinder wohl auch die Intensität, mit der Sebastian seine Trommeln bearbeitet hat. Können die Felle da nicht auch mal reißen? Ist das schon im Konzert passiert, und was macht man dann? Ein bisschen unheimlich ist das Thema für den Percussionisten schon. Denn was für Kinder ein Spektakel sein kann (Wie hört sich das an, wenn ein Fell reißt?), ist für den Profi u.U. Anlass, das Konzert zu unterbrechen oder verwegen zu improvisieren. Zu sehr wollte Sebastian das Thema dann nicht vertiefen, denn am Abend hat er ja das Konzert im ZENTRUM. Man soll nichts verschreien! Immerhin durften die Kinder selbst an die Trommeln ran – und alle sind heil geblieben. Sie halten also schon etwas aus.

Ein mitreißendes Stück von Iannis Xennakis und, auf vielfachen Wunsch, nochmals eine kurze Body-Percussion beenden diese eindrucksvolle Demonstration rhythmischer und klanglicher Vielfalt. Spontaner, lautstarker Applaus – als wollten die Kinder zeigen, zu welchem Klangspektakel ihre Hände fähig sind!

 

Ein Gemeinschaftsprojekt der Kulturfreunde Bayreuth mit dem Multipercussionisten Sebastian Wielandt und der Grundschule St. Johannis Bayreuth mit Unterstützung des Rotary Clubs Bayreuth Eremitage.

Fünf Schülermeinungen über das Gesprächskonzert mit dem Multipercussionisten Sebastian Wielandt:

 

„Mir hat sehr gut gefallen, dass er seine Körperteile verwendet hat, dass wir Fragen stellen durften und er sie auch so gut beantwortet hat.“

 

„Mir hat gut gefallen, dass der Musiker so viele Instrumente dabeihatte, dass er so viel zu den Instrumenten gesagt hat und wir Fragen stellen durften.“

 

„Mich hat die Leidenschaft, die er hatte, ein Instrument zu spielen, besonders beeindruckt.“

 

„Ich fand am besten, dass er so viele Instrumente gespielt hat und dass wir nach vorne kommen durften, um die Felle anzuschauen. Man hat gesehen, dass ihm das Konzert viel Freude gemacht hat. Ich fand es insgesamt superschön.“

 

„Ich fand das erste Instrument, also die Trommel, sehr gut und ich fand auch das Instrument mit den 4 Schlägeln toll, weil es sich fast ein bisschen wie ein Klavier angehört hat.“

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Glissando, Vibrato, Pizzicato und andere musikalische »Geheimnisse« – schulisches Gesprächskonzert des Trios E.T.A. mit Schülerinnen und Schülern des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums der Stadt Bayreuth am 1. März 2023

 

Johannes Brahms, Trio für Klavier, Violine und Violoncello H-Dur op. 8: Scherzo. So eröffnen Elene Meipariani (Violine), Till Schuler (Violoncello) und Till Hoffmann (Klavier) das Gesprächskonzert mit mehr als 40 Schülerinnen und Schülern des Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums Bayreuth im großzügigen und vor allem akustisch sehr guten Ambiente des Musiksaals 1.

Kaum haben die Musiker das Stück beendet und sich vorgestellt, sind schon die ersten Fragen da, und sie hören auch während des Konzerts nicht auf. Die Freude darüber ist den Musikern deutlich anzumerken, denn sie geben bereitwillig, geduldig und offen Auskunft. Nur eine kleine Auswahl der Fragen: Warum habt ihr euer Instrument gewählt? Wann habt ihr angefangen zu spielen? Wie oft übt ihr einzeln und zusammen? Hat euch das Üben immer Spaß gemacht? Wie lange braucht ihr, um ein neues Stück einzuüben? Lässt euch die Musik noch Zeit für Hobbys? Könnt ihr von euren Konzerten leben? Habt ihr euch schon mal gestritten? Hört und spielt ihr auch andere Musik, z.B. Rap, Pop? Was war euer größtes Problem bei einem Konzert? Spielt ihr auch im Ausland?

Natürlich kommen auch die Unterschiede zwischen den drei Instrumenten zur Sprache: Wer kann ein besseres Glissando machen? Wer kann mehr Töne auf einmal spielen? Wer hat den größten Tonumfang? Ist ein Vibrato auf dem Klavier möglich? Wer kann Pizzicato? (Verblüffende Antwort: alle drei!)

Mittelpunkt des Konzerts ist ein Einblick in die musikalische Werkstatt des Trios. Was kann alles schiefgehen beim Triospiel? Das erste Beispiel gilt der Intonation, das zweite dem Zusammenspiel und das dritte dem Charakter des Stücks. Man kann das nicht besser veranschaulichen als es die drei machen. Sie musizieren erst unsauber und dann richtig, dann sind sie nicht im Einklang und nachher spielen sie zusammen und schließlich nehmen sie sich zweimal dieselben Takte vor und spielen sie einmal im Stile eines Scherzos und dann dramatisch-pathetisch im Stile eines Trauermarschs. Warum sie sich für die letztere Version entscheiden, können sie mit Verweis darauf überzeugend darlegen, dass der Komponist Bedřich Smetana mit dieser Musik die Trauer über den Tod seiner im Alter von 4 Jahren verstorbenen Tochter zum Ausdruck gebracht hat.

Die Kinder waren konzentriert bei der Sache und ihre so zahlreichen wie vielfältigen Fragen trugen viel zu der sehr harmonischen und der auf wunderbar spielerische Weise anregenden und lehrreichen Veranstaltung bei. Die Stunde verging wie im Flug. Und sie war für beide Seiten ein ungetrübtes Vergnügen. Die Musiker, die mit vollem Einsatz bei der Sache waren und denen die Freude über ihr gelungenes Gesprächskonzert deutlich anzumerken war, bedankten sich sehr herzlich bei ihrem Publikum und die Schüler geizten nicht mit Beifall und vielen (!) Autogrammwünschen.

 

Ein Gemeinschaftsprojekt der Kulturfreunde Bayreuth mit dem Trio E.T.A. und dem Wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasium der Stadt Bayreuth mit Unterstützung des Rotary Clubs Bayreuth Eremitage.

Vier von vielen Schülermeinungen über das Gesprächskonzert mit dem Trio E.T.A.

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Schulisches Gesprächskonzert des Eliot Quartetts mit Schülerinnen und Schülern der Luitpold Grundschule Bayreuth am 03. Februar 2023

 

10 Uhr: Maryana Osipova (Violine), Alexander Sachs (Violine), Dmitry Hahalin (Viola) und Michael Preuß (Violoncello) begrüßen die fast 50 Kinder der 4. Jahrgangsstufe in der Aula der Luitpold Grundschule zum schulischen Gesprächskonzert. Sie kommen gleich zur Sache, lassen sich von den Kindern die Namen der Instrumente nennen und die optisch erkennbaren Unterschiede erklären. Dass bei den Streichinstrumenten Größe immer geringere Höhe und größere Tiefe des Tonumfangs bedeuten, machen Bratscher und Cellist spielend deutlich. Der Bratscher kann nur noch anerkennend nicken, wenn der Cellist sich in für ihn nicht erreichbare immer tiefere Tiefen spielt. Dafür kommt der Bratscher höher hinauf. Man kann eben nicht alles haben!

Aber um Wettstreit der Instrumente geht es nicht, sondern um das Miteinander! Ein Satz aus Mozarts Preußischen Quartetten setzt die Finger aller Musiker so sicht- und hörbar in Bewegung, dass sofort die Fragen entstehen, wieviel man üben muss, um so viel Fingerfertigkeit und ein solch virtuoses Zusammenspiel hinzubekommen, in welchem Alter die Musiker mit dem Üben begonnen haben, wie sie zusammengekommen sind und wie lange das Quartett schon besteht.

Musik kann „sprechen“ und Gefühle ausdrücken. Die Kinder erfahren es u.a. an zwei Stücken aus Robert Schumanns Kinderszenen. „Bittendes Kind“ heißt das erste und dass die Bitte erfüllt wurde, lässt das zweite ganz deutlich hören: „Glückes genug“ hat der Komponist es überschrieben und die Musik verströmt Wonne pur. Zustimmendes Nicken der Zuhörer bestätigt, dass die Botschaft rübergekommen ist.

Die Frage, wieviel die Instrumente der „Eliots“ gekostet haben, steht plötzlich im Raum. Die Antwort übermittelt Näherungswerte, ist aber so beeindruckend, dass die Enttäuschung darüber, sie nicht in die eigene Hand nehmen und darauf zu spielen zu dürfen, nicht allzu groß ausfällt. Gegen Ende der Veranstaltung haben mit den dargebotenen Stücken die Kinder auch eine kleine musikalische Weltreise hinter sich gebracht. Stationen waren Länder, in denen die Musiker ihre Wurzeln haben, also China (Alexander Sachs), Russland (Maryana Osipova und Dmitry Hahalin) und Deutschland (Michael Preuß). Die Fragen wollen dann kein Ende nehmen und die Musiker sind von bemerkenswerter Geduld. Eigentlich eine schöne Sache, denn ein Gesprächskonzert lebt davon, dass die Künstler und ihre Zuhörer sich austauschen und miteinander ins Gespräch kommen. Aber alles Schöne geht einmal zu Ende und schließlich zieht nach gelungenem Gruppenfoto eine sicht- und hörbar animierte Schülerschar wieder zurück in ihre Klassenzimmer.

Den Zauber und die Aussagekraft klassische Musik erleben zu lassen, dafür kann man sich keine besseren Wegbegleiter wünschen als die Mitglieder des Eliot Quartetts. Ihr Engagement ist spürbar und überträgt sich auf ihre Zuhörer. Dass Kinder, von denen nicht viele ein Instrument spielen, eine Stunde still sitzen, aufmerksam zuhören und kluge Fragen stellen, das spricht für die Kinder, das muss man aber auch erst einmal hinbekommen: die „Eliots“ haben es geschafft. Chapeau!

 

Ein Gemeinschaftsprojekt der Kulturfreunde Bayreuth mit dem Eliot Quartett und der Luitpold Grundschule Bayreuth mit Unterstützung des Rotary Clubs Bayreuth Eremitage.

Zwei Schülermeinungen zum Gesprächskonzert mit dem Eliot Quartett

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Schulisches Gesprächskonzert des Trios Lilium mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Christian-Ernestinum Bayreuth am 30. November 2022

 

Warum nannte sich die französische Komponistin Melanie Helene Bonis (1858–1937) Mel Bonis? Knut Hanßen, der Pianist des Trios Lilium, hat dafür die Erklärung. Mel ist in Frankreich ein Männername. Wegen der enormen Schwierigkeiten für Frauen, unter ihrem Mädchennamen Werke im Druck veröffentlichen zu können, wählte Melanie diese verkürzte männliche Form ihres Namens, um den Eindruck zu erwecken, dass hinter den Kompositionen ein Mann stand. Das wirft ein Schlaglicht auf die Schwierigkeiten und Vorurteile, denen sich Komponistinnen bis weit ins 20. Jahrhundert ausgesetzt sahen, wenn sie sich in der von Männern dominierten Musikwelt durchsetzen wollten. Welche Probleme Clara Schumann (1819–1896), Lili Boulanger (1893–1918) und Madelaine Dring (1923–1977) überwinden mussten, um sich als Komponistinnen zu ihrer Zeit zu behaupten, das machte Knut Hanßen mit prägnanten Ausführungen zu deren Leben deutlich, bevor das Trio Kostproben aus den lange in Vergessenheit geratenen Werken zu Gehör brachte. Vollständig waren diese Trios und Duos im Konzert zu hören, das das Trio Lilium dann am Abend in ZENTRUM gab.

Am Vormittag aber war es im Gymnasium Christian-Ernestinum Bayreuth und sein Ansprechpartner waren Schülerinnen und Schüler einer 6. Klasse. Im Unterschied zum Publikum des Abendkonzerts waren diese nicht „nur“ Zuhörer, sondern sie waren aufgefordert, von sich aus Fragen zu stellen. Und das machten sie reichlich: Welches Instrument ist schwieriger zu spielen, Oboe oder Flöte? Wie schafft man es, ein so kleines Rohrblatt für eine Oboe selbst herzustellen? Braucht man kleine oder große Hände, um Klavier, Flöte oder Oboe zu spielen? Komponieren die Musiker auch selbst? Warum nutzen manche Musiker, wie der Pianist Hanßen, einen Gehörschutz im Ohr? Gibt es Probleme mit den Wohnungsnachbarn durch das Üben? Wie haben sich die Mitglieder des Trios „gefunden“? Können die Musiker nur von ihren Auftritten als Trio leben? Welche Funktion hat das kleine Kästchen zu Füßen des Oboisten? Warum wird so viel Musik von „alten“ Komponisten und so wenig von Zeitgenossen gespielt? Gab es früher also bessere Komponisten?

Die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Interesse bei der Sache und geizten nach den vorgetragenen Stücken nicht mit anerkennendem Applaus. Mit ihren klugen und gewandt vorgetragenen Fragen, auf die die Musiker keine Antwort schuldig blieben, trugen sie wesentlich zu diesem unterhaltsamen, ja spannenden und zugleich lehrreichen Auftritt des Trios Lilium in ihrer Schule bei.

 

Die Veranstaltung war ein Gemeinschaftsprojekt der Gesellschaft der Kulturfreunde Bayreuth e.V., des Trios Lilium und der Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb mit Unterstützung des Rotary Clubs Bayreuth-Eremitage.

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Gesprächskonzert des Feininger Trios mit Schülerinnen und Schülern des Markgräfin Wilhelmine Gymnasiums am 22. Januar 2020 im Zentrum

 

Erich Wolfgang Korngold, Alexander Zemlinsky und Johannes Brahms: Diesen drei Komponisten war das Programm des Konzerts gewidmet, mit dem sich das Feininger Trio am 22.01.2020 im Zentrum vorstellte. Sie standen aber auch im Mittelpunkt des Gesprächskonzerts, das sie am Vormittag des Konzerttages für Schülerinnen und Schüler des Markgräfin Wilhelmine Gymnasiums gaben. Ausgehend von der Vita der drei Komponisten und deren Verbindungen (Zemlinsky als Lehrer von Korngold, Brahms als Mentor von Zemlinsky und schließlich Brahms als musikalischer »Übervater« der beiden Jüngeren), gaben die Feiningers einen Einblick in die kompositorische »Werkstatt« von Brahms am Beispiel von dessen Klaviertrio op. 87: Motivik, Motivverarbeitung, Melos, Rhythmus, orchestraler Gestus, Klangbalance zwischen den Instrumenten waren wesentliche Parameter, die durch Hörproben veranschaulicht wurden. Damit waren die Grundlagen gelegt für die Beantwortung der Frage, was in den Klaviertrios von Korngold und Zemlinsky »brahmsisch« ist. Auch hier gingen Erklärungen und musikalische Veranschaulichung Hand in Hand.
Zum Schluss machte das Gesprächskonzert seinem Namen alle Ehre, denn nun waren die Schülerinnen und Schüler dran, die nach den mit großer Aufmerksamkeit und Konzentration verfolgten Ausführungen und Hörbeispielen mit vielen originellen Fragen an die Musiker die Veranstaltung in gelöster und heiterer Stimmung ausklingen ließen. Es war – nach Aussagen von allen Beteiligten – eine rundum gelungene Veranstaltung, die Lust auf mehr machte.

 

Ein Gemeinschaftsprojekt der Gesellschaft der Kulturfreunde Bayreuth e.V. und des Feininger Trios mit Unterstützung des Markgräfin Wilhelmine Gymnasiums.

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Das Eliot Quartett am 10. Januar 2020 in der Grundschule St. Georgen

 

Die Musiker des Eliot Quartetts nahmen 22 Viertklässler der Grundschule St. Georgen mit auf eine musikalische Reise in die Länder, in denen die Künstler ihre Wurzeln haben. Den Kindern war es eine Freude, in den drei Anfangsstücken China, Deutschland und Russland zu erkennen. Für jedes Land gab es weitere musikalische Kostproben, die immer auch eine Aufgabe für die jungen Zuhörer enthielten. Konnten sie z.B. in dem chinesischen Stück die Rufe der wilden Esel hören? Hat das »Bittende Kind« aus Schumanns »Kinderszenen« seine Wünsche auch erfüllt bekommen? Ist die Hexe »Baba Jaga« in Tschaikowskys »Kinderalbum« eine gute oder eine schlechte Hexe? Die Kinder lauschten aufmerksam. Und sie haben dann auch eine Erklärung bekommen, wie man auf dem Cello spielen muss, um den bösen Charakter der Hexe musikalisch zum Ausdruck zu bringen (mit dem Bogen ganz nah am Steg spielen, dann erzeugt man den schrillen, kratzigen Hexenton).
Das war eine sehr kurzweilige und für die Kinder spannende musikalische Reise, und die Eliots präsentierten sich als sehr engagierte »Reiseleitung«. Sie hatten sich mit den ausgewählten Stücken, mit ihren Fragen und Erklärungen auf ihr junges Publikum eingestellt. Kann man ein oftmals mit elitärer Musikkultur in Verbindung gebrachtes Ensemble wie das Streichquartett mit Zehnjährigen, für die das in den allermeisten Fällen vermutlich eine Erstbegegnung war, zusammenbringen? Wenn Musiker wie die Eliots die musikalische Fährte legen – ja, unbedingt!

 

Ein Gemeinschaftsprojekt der Gesellschaft der Kulturfreunde Bayreuth e.V., des Eliot Quartetts und der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler (BAKJK), unterstützt von der Grundschule St. Georgen Bayreuth.

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Rhapsody in School – die Initiative von Künstlern für Schüler

 

Am 4. April 2019 besuchte der weltbekannte Flötist, Maurice Steger, das Graf-Münster-Gymnasium in Bayreuth, um mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen und ihnen Musik vorzuspielen. Durch direkte Begegnung mit dem Künstler hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit den Menschen hinter dem Musiker kennenzulernen und das Außergewöhnliche über seine Musik zu erfahren.

Ein Gemeinschaftsprojekt der Gesellschaft der Kulturfreunde Bayreuth e.V. mit der Initiative »Rhapsody in School« und dem Künstler Maurice Steger, unterstützt vom Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth.

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Trio Adorno zu Besuch im Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium

 

Die drei jungen Musiker (Geige, Cello und Klavier) besuchten am 27. März 2019 das Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth. Angelehnt an das Abend-Programm im »Zentrum«, wurde den Schülern die Musik von Haydn, Schumann und Arensky im lockeren Miteinander nahe gebracht. Die Musiker, Lehrer und Schüler waren gleichermaßen begeistert.

Ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Gesellschaft der Kulturfreunde Bayreuth e.V., dem Trio Adorno und der Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler (BAKJK), unterstützt vom Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth.

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Das musikalische Märchen „Peter und der Wolf“ op. 67 von Sergej Prokofjew

 

»Eines Morgens öffnete Peter das Gartentor und trat hinaus auf die große, grüne Wiese. Auf dem Ast eines Baumes saß Peters Freund, ein kleiner Vogel. ›Wie still es ist‹, zwitscherte der Vogel voller Fröhlichkeit.«

 

Doch es blieb nicht still und friedlich. Oft hatte der Großvater Peter ermahnt, das Gartentor fest zu schließen, falls der Wolf aus dem Wald käme. Und auch diesmal wieder ließ er das Tor offen stehen …

 

Was dann passierte, konnte das junge Publikum am 10. Februar 2019 im »Zentrum« Bayreuth live miterleben. In diesem spannenden musikalischen Märchen wird jede handelnde Person im Orchester durch ein Instrument oder eine Instrumentengruppe vertreten. So entdeckt man ganz nebenbei auch viele verschiedene Orchesterinstrumente. Ein musikalisches Abenteuer für Groß und Klein!

 

Ein Gemeinschaftsprojekt der Gesellschaft der Kulturfreunde Bayreuth e.V., der Sparkasse Bayreuth, dem Rotary Club Bayreuth und dem Kulturfonds Bayern mit den Hofer Symphonikern unter der musikalischen Leitung von Daniel Spaw und Robert Eller als Erzähler.

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