|
Information zum 9.
Abonnementkonzert der Saison 11/12
zurück zum Programm

Biographie des
Kupfälzischen Kammerorchesters
Eine glanzvolle Ära
mit weitreichendem Einfluß auf die Musikwelt
Das
Kurpfälzische Kammerorchester gilt als Nachfolger der "Kurfürstlichen
Hofkapelle" des Kurfürsten Carl Theodor. Die Komponisten und
Instrumentalisten, wie Johann Stamitz und dessen
Söhne Anton und Carl, Franz Xaver Richter sowie der Wiener Ignaz Holzbauer
und der Mannheimer Christian Cannabich, machten die
Kurpfalz zur führenden Metropole und wiesen mit ihrer Musik den Weg zu einer
neuen Orchesterkultur. Die
Arbeit der "Kurfürstlichen Hofkapelle" nahm so weitreichend
Einfluss auf die Musikwelt, dass die klassische Instrumentalmusik, wie wir
sie heute kennen ohne die "Mannheimer Schule" nicht vorstellbar
wäre.
Mozart, der 1777 in Mannheim gastierte, wovon die Tafel an der Jesuitenkirche
heute noch Zeugnis ablegt, fand in Mannheim seine Frau Constanze Weber
und
ließ
sich stark von der "Mannheimer Schule"
beeinflussen. Als der Kurfürst 1778 nach München übersiedelte endete diese
glanzvolle Ära kurpfälzischer Musikgeschichte.
Erst mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester kehrte die "Mannheimer
Schule" zurück an Rhein und Neckar. Sein Gründer und erster Dirigent,
Generalmusikdirektor Eugen Bodard, begann zwischen
dem Gründungsjahr 1952 und 1958 die Wiederbelebung und Rekonstruktion von
Werken der "Mannheimer Schule", die sein Nachfolger Professor
Wolfgang Hofmann, der das Orchester fast drei Jahrzehnte leitete,
weiterführte. In Zusammenarbeit mit dem SDR Studio Heidelberg wurden
Kompositionen aufgearbeitet, die sich bis heute im Repertoire vieler
Orchester wiederfinden.

Traditionelle
Klangkultur und lebendige Weiterentwicklung
Das
Ensemble konzertierte bei den Berliner und Wiener Festwochen und – als eines
der Gründungsorchester – regelmäßig bei den Schwetzinger
Festspielen. In der Rhein-Neckar-Region, der das Kurpfälzische
Kammerorchester durch seine Geschichte besonders verbunden ist, gründete man
Eigenkonzertreihen und widmete sich der Nachwuchsförderung junger Solisten,
was zahlreiche Kooperationen mit Institutionen in der Region, wie der
Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, der
Musikschule Mannheim und Ludwigshafen oder der Jürgen-Ponto-Stiftung,
dokumentieren.
Auftritte in nationalen Konzertzentren, wie der Alten Oper Frankfurt/Main,
dem Gasteig München, der Unteren Frauenkirche Dresden, der Philharmonie Köln
oder der Glocke in Bremen sowie die Gastspieleinladungen zu nationalen und
internationalen Festivals zeugen von der Brillanz des Orchesters.
Die eigene Abonnementreihe "Klangkultur mit Tradition" und die "Kurpfälzer Mozarttage" an
historischen Orten lassen heute den damaligen Glanz am Hofe ahnen und seine
musikalische Tradition wiederaufleben.
Viele hundert Rundfunkaufnahmen, Fernsehmitschnitte, Schallplatten- und
CD-Produktionen (in 2002 allein 12) sowie Konzertreisen durch ganz Europa,
Südamerika, Nordafrika und Israel führten zu nationalem und internationalem
Ansehen. Das breite Repertoire vom Barock bis zur Musik der Gegenwart
unterstreicht die Qualität der Orchestermusiker.
Musikfreunde in der
ganzen Welt assoziieren die "Mannheimer Schule" mit dem
Kurpfälzischen Kammerorchester. Diesem hohen Anspruch wird
das Orchester mit lebendiger Weiterentwicklung gerecht.

Stefan Fraas,
Dirigent
Generalmusikdirektor
Stefan Fraas ist
gebürtiger Vogtländer und studierte in Zwickau Schulmusik sowie an den
Musikhochschulen „Franz Liszt“ Weimar und „Carl Maria von Weber“ Dresden
Klavier, Gesang und Chor- und Orchesterdirigieren.
In
Meisterkursen bei Helmut Rilling, Heinz Rögner,
Miltiades Caridis vervollständigte er seine
Studien. Stefan Fraas errang bei nationalen und internationalen Wettbewerben
verschiedene Preise und Auszeichnungen.
Seine
künstlerische Arbeit mit Orchestern begann 1988 als Kapellmeister des
Vogtlandorchesters Reichenbach. Im Jahr 1992 wurde er Dirigent und
Geschäftsführer und 1995 außerdem Intendant der Vogtland Philharmonie. Von
2000 bis 2006 war Stefan Fraas darüber hinaus Chefdirigent des Folkwang Kammerorchesters Essen. 2007 wurde er zum
Generalmusikdirektor ernannt.
Konzertreisen
führten ihn in nahezu alle europäischen Länder, nach Zypern, Israel, China
und in die USA. Dabei dirigierte er in bedeutenden Musikzentren (Mailand, St.
Petersburg, Salzburg, Brüssel, London; Paris, Tel Aviv, Chicago u.a.).
Vom
Chinesischen Rundfunkorchester Peking wurde er 1999 zum Ehrendirigenten
ernannt. Er ist Vizepräsident des Sächsischen Musikrates sowie
Beiratsmitglied des Kulturraumes Vogtland/Zwickau. Mehrfache Einladungen zu
renommierten Festivals (Schleswig-Holstein-Musikfestival, Internationales
Mozartfestival Schwetzingen, Klassik-Festival Ruhr, Santander Musikfestival
u.a.) sind Ausdruck seines vielseitigen künstlerischen Engagements. Durch die
Leitung von Dirigierkursen sowie einer
Lehrtätigkeit an der Hochschule für Kirchenmusik Bayreuth widmet er sich seit
Jahren erfolgreich dem dirigentischen Nachwuchs.
In
den letzten Jahren entstanden eine Reihe von CD-Aufnahmen und Fernseh-produktionen. Seit Herbst 2008 ist Stefan Fraas zudem zum
Chefdirigenten des Kurpfälzischen Kammerorchesters Mannheim, einem der renommiertesten
und traditionsreichsten deutschen Kammerorchester, berufen worden.
Biographie
„Der Auftritt des
Trompeters David Guerrier
im Rahmen seines New York Debüts überstieg alle hohen Erwartungen“, schrieb
die New Yorker Konzertkritik. „Seine Musikalität wurzelt in einer angeborenen
künstlerischen Begabung. Sein Spiel war stets voller Poesie und höchster
Sensibilität, sein Ton stets klar und rein, seine Technik brillant und
beeindruckend.“ Als Gewinner des ersten Probepiels der Young Concert Artists in Europa in Paris und des Probespiels der Young
Concert Artists International 2003 in New York
gastierte David Guerrier
im Jahre 2004 zum ersten Mal in den USA. Sein Debüt im Kennedy Center in
Washington wurde vom Alexander Kasza-Kasser-Preis und sein New York Debüt vom Katharine J. Rayner Preis gesponsert. Im Ergebnis der Probespiele
wurde David Guerrier
außerdem mit dem Saint Vincent College Konzertpreis und dem John and Esther Browning Gedächtnispreis ausgezeichnet.
Begonnen hat der 1984 in Pierrelatte
in Südfrankreich geborene David Guerrier seine Ausbildung zum
Trompeter bei Serge Vivares im Alter von 7 Jahren.
Bald darauf gewann er Goldmedaillen in den Musikschulen in Villeurbanne und
Aix-en-Provence. Mit 13 Jahren errang er den 1. Preis des Internationalen
Trompeten-Wettbewerbs in Markneukirchen (Deutschland) und im folgenden Jahr
den 1. Preis des Internationalen Wettbewerbs in Porcia
(Italien). David Guerrier
studierte Trompete und Barock-Trompete bei Pierre Dutot
und Jean-François Madeuf am Conservatoire
National Superior de Musique in Lyon.
Er ist der jüngste
Gewinner (2004 und 2007) des „Victoires de la Musique Classique“, ein Preis,
den das französische Fernsehen in der Rubrik bester Instrumentalsolist des
Jahres verleiht. Als Ausnahmevirtuose gewann er als Siebzehnjähriger den 1.
Preis des Internationalen Trompeten- Wettbwerbs in
New York 2002 und zuvor, bereits mit 16 Jahren, den 1. Preis des
Internationalen Trompeten-Wettbwerbs in Paris.
Der ARD-Wettbewerb in München 2003 verlieh
ihm den 1. Preis. Damit war David Guerrier
der erste Trompeter, der nach Maurice André im Jahre 1963 jemals wieder mit
dem 1. Preis im Fach Trompete ausgezeichnet wurde.
David Guerrier gastierte mit der Camerata de Coahuila in Mexiko,
mit dem Sinfonieorchester Basel und dem Genfer Kammerorchester in der
Schweiz, dem Kammerorchester Venedig in Italien, dem Ensemble Musica Viva in Portugal, dem MDR Sinfonieorchester, der
Radio-Philharmonie Hannover, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken
Kaiserslautern und dem Orchester des Nationaltheaters Mannheim in
Deutschland. In Frankreich gab er Konzerte mit dem Colonne
Orchestre in Paris, dem Lyoner Kammerorchester, dem
Orchestre Philarmonique
der Lorraine, den Orchestres Nationales de Bordeaux
und Toulouse.
Zusätzlich zu seiner
erstaunlichen Karriere als Trompeter wurde David Guerrier
vom Orchestre National de France zum ersten
Solo-Hornisten und 2006 zum Professor am Nationalen Konversatorium
von Lyon berufen.
Für Virgin
spielte David Guerrier
2005 das Trompetenkonzert von Leopold Mozart und das Hornkonzert Nr. 4 von
W.A. Mozart unter der Leitung von John Nelson ein. Gemeinsam mit Paul
Meyer, Emmanuel Pahud, Renaud Capuçon,
Frank Braley und Eric Le Sage nahm er Kammermusik
von Saint-Saëns für Naïve
auf und wirkte als Solist des Konzertstücks für 4 Hörner von Schumann unter
der Leitung von Emmanuel Krivine mit.
|