Information zum 1. Abonnementkonzert der Saison 11/12

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Bamberger Symphoniker in der Philharmonie an der Regnitz

 

Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie

Die Bamberger Symphoniker wurden 1946 von ehemaligen Mitgliedern der Deutschen Philharmonie in Prag und Musikern aus Karlsbad und Schlesien gegründet. Der großen symphonischen Tradition verpflichtet, legte das Orchester rasch den Grundstein für seinen weltweit einzigartigen Ruf und gastierte wie kein anderer deutscher Klangkörper auf den internationalen Konzertpodien. Als erstes deutsches Orchester gingen die Bamberger Symphoniker schon kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf Tourneen durch Europa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Auch heute genießen die Bamberger Symphoniker den Status „Der Kulturbotschafter Bayerns in der Welt“. Bekannt für ihre Virtuosität und Klangkultur, widmen sich die Bamberger Symphoniker nicht nur dem klassisch-ro­man­ti­schen Repertoire, sondern auch dem zeitgenössischen Schaffen. Uraufführungen von Auftragskompositionen sind fester Bestandteil der künstlerischen Arbeit des Orchesters.

 

Erster Chefdirigent der Bamberger Symphoniker war Joseph Keilberth, der frühere Leiter der Deutschen Philharmonie in Prag, der seine Position in Bamberg bis zu seinem Tod im Jahr 1968 ausfüllte. Am Pult des Chefdirigenten folgten James Loughran sowie Horst Stein, der zum Ehrendirigenten des Orchesters auf Lebenszeit ernannt wurde. Mit Herbert Blomstedt, Eugen Jochum, Rudolf Kempe, Hans Knappertsbusch, Clemens Krauss, Georg Solti, Gerd Albrecht, Christoph von Dohnányi, Semyon Bychkov, Mariss Jansons, Günter Wand, Ingo Metzmacher and Wolfgang Sawallisch haben weitere große Dirigenten mit dem Orchester zusammengearbeitet und eine unverwechselbare Klangkultur geschaffen, die bis heute mit den Bamberger Symphonikern verknüpft ist. Die Ernennung Herbert Blomstedts zum Ehrendirigenten des Orchesters erfolgte 2006 anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Bamberger Symphoniker.

 

Im Januar 2000 übernahm der Brite Jonathan Nott das Amt des Chefdirigenten der Bamberger Symphoniker. Jonathan Nott leitete das Orchester seither mit riesigem Erfolg im In- und Ausland. Im Sommer 2003 gaben er und das Orchester ihr gemeinsames Debüt beim Edinburgh International Festival, das zu einer sofortigen Wiedereinladung führte. So kehrten die Bamberger Symphoniker bereits im Sommer 2005 als „orchestra in residence“ nach Edinburgh zurück, um unter der Leitung Jonathan Notts fünf verschiedene Programme mit Werken von Richard Wagner bis Jörg Widmann aufzuführen. Schon 2004 gastierten das Orchester und Jonathan Nott erstmals bei den Salzburger Festspielen, im Mai 2005 folgten Konzerte im Lincoln Center in New York – Auftritte, mit denen „die Bamberger“ ihren hervorragenden internationalen Ruf eindrucksvoll unter Beweis stellten. Ausgedehnte Reisen durch Europa mit Konzerten in Paris, Madrid, Brüssel, Wien, Luxembourg und London sowie eine Japan-Tournee standen 2006 auf dem Terminplan. In diesem Jahr führen Jonathan Nott und die Bamberger Symphoniker ihre überaus erfolgreiche, zukunftsorientierte Zusammenarbeit mit verschiedensten Projekten fort. Zu den herausgehobenen Projekten gehörten bereits der 2. Bamberger Symphoniker Gustav Mahler-Dirigentenwettbewerb im April sowie die Konzertreisen zum Lucerne Festival und zum White Nights Festival in St. Petersburg im Sommer. In Luzern waren die Bamberger Symphoniker als „orchestra in residence“, Jonathan Nott als „artiste étoile“ zu Gast.

 

Zahlreiche CD-Produktionen, die in Kooperation mit dem schweizerischen CD-Label Tudor und dem Bayerischen Rundfunk entstanden, dokumentieren das künstlerische Wirken Jonathan Notts in Bamberg. Unter seiner Leitung spielte das Orchester Werke von Franz Schubert, Anton Bruckner, Gustav Mahler und Leoš Janáček bis hin zu Kompositionen von Hans Werner Henze, Wolfgang Rihm und Bruno Mantovani ein.

 

Die Bamberger Symphoniker wurden im Juli 2003 durch die Bayerische Staatsregierung in den Rang eines Staatsorchesters erhoben und tragen seitdem den Namenszusatz „Bayerische Staatsphilharmonie“. Zum Jahresbeginn 2005 wurde das Orchester zudem per Gesetz in eine gemeinnützige Stiftung des Öffentlichen Rechts umgewandelt. Auch als Stiftung Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie erfolgt die Finanzierung durch Zuwendungen des Freistaats Bayern, der Stadt Bamberg, des Bezirks Oberfranken und des Landkreises Bamberg.

 

Druckdatum: 28.07.2011

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Robin Ticciati, Dirigent

http://www.pietariinkinen.com/images/t.gif Robin Ticciati, Biographie

Ausgebildet als Geiger, Pianist und Schlagzeuger, wandte sich Robin Ticciati im Alter von 15 Jahren dem Dirigieren zu, noch während er Mitglied des National Youth Orchestra of Great Britain war. Zu seinen Förderern gehören Sir Colin Davis und Sir Simon Rattle. Schon in seiner Zeit als Student an der St. Paul’s School dirigierte er die John Colet Singers in einer Vielzahl an Werken.

2002 wurde Robin Ticciati als Mitglied des National Youth Orchestra mit der Arthur-Belgin-Medaille als „Most Outstanding Musician of the Year” ausgezeichnet. 2005 erhielt er das Borletti-Buitoni-Trust-Stipendium.

Mit seinem Debüt bei der Filarmonica della Scala im Juni 2005 wurde Robin Ticciati der jüngste Dirigent, der in der Historie der Mailänder Scala am Dirigentenpult stand. Im Sommer 2006 dirigierte er Mozarts Il sogno di Scipione bei den Salzburger Festspielen.

Von 2006 bis 2009 leitete er als Chefdirigent das Gävle Symfoniorkester in Schweden.

Einladungen führten Robin Ticciati als Gastdirigent zu Orchestern wie dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, der Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom und der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Neben dem Konzert bildet die Oper einen gewichtigen Schwerpunkt in Robin Ticciatis dirigentischer Arbeit. Zu den Opern-Projekten, deren musikalische Leitung er übernahm, gehören Verdis Macbeth und Humperdincks Hänsel und Gretel in Glyndebourne, Brittens The Rape of Lucretia mit Ian Bostridge und Angelika Kirchschlager auf einer Europa-Tournee sowie die Salzburger Produktion von Mozarts Le nozze di Figaro mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment bei einem Japan-Gastspiel. Sein Debüt am Royal Opera House Covent Garden gab er mit Humperdincks Hänsel und Gretel. An dieses Haus ebenso wie nach Glyndebourne kehrt er in den kommenden Spielzeiten zurück: mit Janáčeks Jenůfa und in einer Wiederaufnahme von Hänsel und Gretel.

 

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szmtagFrank Peter Zimmermann, Violine

Frank Peter Zimmermann

Geboren 1965 in Duisburg, begann Frank Peter Zimmermann als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel und gab bereits im Alter von zehn Jahren sein erstes Konzert mit Orchester. Im November 2005 feierte er sein 30-jähriges Bühnenjubiläum. Nach Studien bei Valery Gradow, Saschko Gawriloff und Herman Krebbers begann 1983 sein kontinuierlicher Aufstieg zur Weltelite. Frank Peter Zimmermann gastierte bei allen wichtigen Festivals und musizierte mit allen berühmten Orchestern und Dirigenten in der Alten und Neuen Welt.
 
Zu den Höhepunkten der Saisons 2009/2010 und 2010/2011 zählen Konzerte mit den Berliner Philharmonikern und dem Royal Concertgebouw Orchestra, jeweils unter Bernard Haitink, der Staatskapelle Berlin unter Daniel Barenboim, dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Mariss Jansons, dem Gewandhausorchester Leipzig unter Riccardo Chailly, dem New York Philharmonic Orchestra unter Alan Gilbert (New York und Asien-Tournee), dem Boston Symphony Orchestra unter Christoph von Dohnányi, dem Cleveland Orchestra unter Thomas Dausgaard, dem Tonhalle Orchester Zürich unter David Zinman, den Münchner Philharmonikern unter Ion Marin, dem London Philharmonic Orchestra unter Jukka-Pekka Saraste, dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Daniel Harding und der Staatskapelle Dresden unter Christoph Eschenbach und Neeme Järvi. Als "Artist-in-Residence"  beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks gibt Frank Peter Zimmermann in der Spielzeit 2010/2011 Konzerte in München und Madrid unter Mariss Jansons, Stéphane Denève und Yannick Nézet-Séguin.
 
Im Januar 2009 brachte Frank Peter Zimmermann gemeinsam mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France unter Andrey Boreyko in Paris das Violinkonzert "Juggler in Paradise" der amerikanischen Komponistin Augusta Read Thomas zur Welturaufführung. Im Jahr 2007 spielte er die Uraufführung des Violinkonzerts "The Lost Art of Letter Writing" von Brett Dean mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Leitung des Komponisten sowie bereits 2003 die Uraufführung von Matthias Pintschers Violinkonzert "en sourdine" mit den Berliner Philharmonikern unter Peter Eötvös.
 
Neben seinen zahlreichen Orchesterengagements ist Frank Peter Zimmermann regelmäßig in Kammermusikkonzerten auf den großen Podien der Welt zu hören. Seine Interpretationen des klassischen, romantischen und des Repertoires des 20. Jahrhunderts finden immer wieder großen Anklang bei Presse und Publikum. Zu seinen regelmäßigen Kammermusikpartnern zählen die Pianisten Piotr Anderszewski, Enrico Pace, Emanuel Ax und Martin Helmchen.
 
Ein neues Streichtrio, das Trio Zimmermann, gründete er gemeinsam mit Antoine Tamestit und Christian Poltéra; Konzerte führen das Ensemble unter anderem nach Amsterdam, Brüssel, Köln, London, Lyon, Mailand, München, Paris und Wien sowie zu den Festivals in Salzburg und Edinburgh.
  
Während seiner Zeit als Exklusiv-Künstler der EMI-Classics spielte Frank Peter Zimmermann von Bach bis Weill alle großen Violinkonzerte auf CD ein. Bei TELDEC erschien eine Aufnahme des Violinkonzerts von Ligeti mit dem ASKO Ensemble unter Reinbert de Leeuw, bei ECM eine CD mit Duowerken für Violine und Violoncello (gemeinsam mit Heinrich Schiff) von Honegger, Martinu, Bach, Ravel und Pintscher. Mehrere Aufnahmen erschienen bei Sony Classical: Violinkonzerte von Bruch (mit dem Royal Philharmonic Orchestra unter Paavo Berglund) und Tschaikowsky (mit dem Oslo Philharmonic Orchestra unter Manfred Honeck) sowie eine Aufnahme des Violinkonzerts (mit dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI unter John Storgards) und der Violinsonate Nr. 2 von Busoni. Hochgelobt wurde seine Einspielung der sechs Violinsonaten von J. S. Bach gemeinsam mit Enrico Pace. 2009 erschien eine CD mit den Violinkonzerten von Britten (mit dem Swedish Radio Symphony Orchestra unter Manfred Honeck) und Szymanowski (mit dem Warsaw Philharmonic Orchestra unter Antoni Wit).
Im Herbst 2010 wird bei Ondine seine neue Einspielung des Violinkonzerts von Sibelius erscheinen, die er mit dem Helsinki Philharmonic Orchestra unter John Storgårds aufgenommen hat. Zahlreiche seiner Einspielungen wurden weltweit mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet.
 
1990 erhielt Frank Peter Zimmermann den Premio del Accademia Musicale Chigiana in Siena, 1994 den Rheinischen Musikpreis und 2002 den Musikpreis der Stadt Duisburg. Am 21. Januar 2008 erhielt er das "Bundesverdienstkreuz 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland".
 
Frank Peter Zimmermann spielt eine Stradivari aus dem Jahr 1711, die einst dem großen Geiger Fritz Kreisler gehörte. Das Instrument wird ihm freundlicherweise von der WestLB AG zur Verfügung gestellt.
 
2010/2011 - Stand: Juni 2010 


 

 

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