Konzert VI · Freitag · 6. Dezember 2019 · 20 Uhr | Das Zentrum · Bayreuth


Ragna Schirmer /
Kammerorchester Leipzig


KAMMERORCHESTER LEIPZIG / LEITUNG: PETER BRUNS
RAGNA SCHIRMER · KLAVIER

Joseph Haydn  Sinfonie Nr. 7 »Le Midi«
Clara Schumann Klavierkonzert a-Moll, op. 7
Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, op. 48 (Kadenzen von Clara Schumann)
   

 Ticketservice


RagnaSchirmer 17 16 min Maike Helbig 2016


© Maike Helbig

 
   

»Schirmers nuancenreiches feingliedriges Spiel leuchtet den Klaviersatz zwischen sensibler Bravour und energischer Noblesse aus, weiß immer wieder auch eigene bezwingende subtile Akzente oder berückend ätherische Klangmomente zu setzen.«
Neue Westfälische;

Mit ihren unverwechselbaren Interpretationen genießt die Pianistin Ragna Schirmer höchste Anerkennung über die deutschen Grenzen hinaus. Den hochangebundenen Leipziger Bachwettbewerb gewann sie – einzigartig in dessen Geschichte – gleich zweimal. Zahlreiche weitere Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, begeisterte Rezensionen sowie zwei ECHO Klassik sind Zeugnis einer außergewöhnlichen Karriere. Ragna Schirmer konzertiert in den wichtigsten Sälen in Europa, China und Neuseeland sowie bei renommierten Festivals wie dem Heidelberger Frühling (artist in residence 2010), Beethovenfest Bonn, MDR-Musiksommer, den Haydn-Festspielen Eisenstadt und den Salzburger Festspielen. Sie musizierte u.a. mit Zubin Mehta, Sir Roger Norrington, Kurt Masur, Sir Neville Marriner, Herbert Blomstedt und trat mit Klangkörpern wie den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, Orchestre National de France, Gewandhausorchester Leipzig und der Academy of St. Martin in the Fields auf.


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 ©JensRoetzsch

 
   

Peter Bruns

Violoncello

Künstlerische Glaubwürdigkeit und interpretatorische Authentizität, klangliches Temperament und präzise, nuancierte Tongebung zeichnen sein Spiel aus: Peter Bruns zählt zu den führenden deutschen Cellisten. Solokonzerte und Recitals führten Peter Bruns in die renommiertesten Musikzentren, so u. a. in die Berliner Philharmonie, die New Yorker Carnegie Hall, die Londoner Wigmore Hall, nach Tokyo und Hong Kong, in die Semperoper Dresden, ins Leipziger Gewandhaus sowie zu bedeutenden Festivals wie in Kuhmo und Bergen, zu den Berliner und Dresdner Musikfestspielen, zum Budapester Frühling und Gidon Kremers Lockenhaus-Festival.

Peter Bruns ist Solist vieler bedeutender Orchester, so z.B. auch auf Tourneen der Sächsischen Staatskapelle Dresden, des RAI-Sinfonieorchesters, des MDR-Sinfonieorchester und des Berliner Sinfonieorchesters. Er arbeitete u.a. mit Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli (†), Herbert Blomstedt, Colin Davis, Eliahu Inbal, Thierry Fischer, Christoph Prick, Marc Albrecht, Michail Jurowski und Bruno Weil zusammen. Die Auseinandersetzung mit der Musiksprache verschiedener Stile und Epochen führte zu enger Zusammenarbeit mit namhaften Ensembles, etwa der Akademie für Alte Musik Berlin. Als künstlerischer Leiter des Mendelssohn Kammerorchesters Leipzig konzertiert er regelmäßig als Solist und Dirigent mit diesem Klangkörper.

In den vergangenen Saisons war Peter Bruns in vielen deutschen Musikzentren u.a. in der Berliner Philharmonie, der Kölner Philharmonie, im Musikverein Wien, in Tokyo, Auckland, Beijing, Bangkok, Seoul und Israel zu hören. Dabei brachte er neben Haydns und Dvoraks Werken auch Konzerte von Beethoven (Tripelkonzert), Boccherini, Schumann, Dutilleux, Gulda, Volkmann sowie Offenbachs „Concerto militaire“ zu Gehör.

In Berlin geboren, studierte er in seiner Heimatstadt bei Professor Peter Vogler an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Von 1993-2000 war er einer der künstlerischen Leiter des Moritzburg Festivals, 1998 bis 2005 hatte er eine Professur für Violoncello an der Musikhochschule Dresden inne und ist seit 2005 in gleicher Position an der Hochschule für Musik in Leipzig tätig.

Peter Bruns hat eine Reihe preisgekrönter CDs aufgenommen, u. a. Gesamteinspielungen der Brahms-Sonaten, der Bach-Suiten, der Werke von Gabriel Fauré, Ernest Bloch, Charles Koechlin, Robert Schumann, Robert Volkmann, Charles Marie Widor und Louis Vierne, außerdem Einspielungen des Konzerts a-moll von Carl Philipp Emanuel Bach (Cannes Classical Award „Best CD of the Year“), des Gesamtwerks von Antonin Dvorak für Violoncello und Orchester mit der Staatskapelle Dresden und die hoch gelobten Aufnahmen der Cellokonzerte von Haydn, Schumann und Volkmann mit dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig. Nach der Aufnahme von Friedrich Guldas Konzert für Cello und Blasorchester mit der Sächsischen Bläserphilharmonie auf der CD „Images and Mirrors“ (GENUIN classics) erschien zuletzt bei Klanglogo mit dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig die CD „Cosmopolitan Mendelssohn“ mit Werken von Mendelssohn, Berlioz, Volkmann, Donizetti und Gade.

Peter Bruns spielt auf einem Instrument von Carlo Tononi, Venedig 1730, das sich im Besitz des legendären spanischen Cellisten Pablo Casals befand.


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© Christian Kern

 

Mendelssohn Kammerorchester Leipzig

Peter Bruns - Künstlerische Leitung

"Das derzeit spannendste Projekt in der Musikstadt Leipzig."

(Leipziger Volkszeitung)

Ob Konzertbesucher oder Vertreter der Presse, wer auch immer dieses Ensemble in den nunmehr 15 Jahren seines Bestehens erlebt hat, ist begeistert von dem Ausdruckswillen, der Homogenität und der überschwenglichen Musizierfreude. Und genau diese Idee, ihren Beruf als Berufung anzusehen, veranlasste Absolventen der Leipziger Musikhochschule im Jahre 2000, ihre von Leidenschaft geprägten Erfahrungen in den besten Jugendorchestern Deutschlands in einem eigenen professionellen Kammerorchester weiterleben zu lassen – dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig.

Mit dem weltweit renommierten Cellisten Peter Bruns verbindet das Ensemble eine langjährige Zusammenarbeit. Von der internationalen Presse hoch gelobte CDs und wegweisende Konzerte wie das gemeinsame Debüt im Wiener Musikverein sind das Ergebnis dieser fruchtbare musikalischen Partnerschaft. Grund genug für das Ensemble, ihn 2014 als künstlerischen Leiter zu berufen.

Peter Bruns führt das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig meist von der Position des Solocellos aus, eine Besonderheit, die eine starke Kommunikation zwischen ihm und den anderen Orchestermitgliedern rund um den Konzertmeister Gunnar Harms voraussetzt. Als Ergebnis dieses spannenden musikalischen Prozesses entstehen ein gemeinsam gestalteter musikalischer Gestus und der herausragend homogene Klang des Ensembles.

Felix Mendelssohn Bartholdy hat als Komponist, Pianist und Dirigent das europäische Musikleben des 19. Jahrhundert entscheidend geprägt. Darüber hinaus revolutionierte er den Konzertbetrieb und setzte sich nachhaltig für den musikalischen Nachwuchs ein. Das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig sieht sich Spezialistenensemble und Botschafter Mendelssohns und sieht es als seine Aufgabe an, dessen Werk in Verbindung mit der Leipziger Musiktradition in den Fokus seiner Arbeit zu rücken. Besonders eindrücklich erlebt das Publikum diese Auseinandersetzung des Orchesters mit seinem Namensgeber in den thematisch-inszenierten Konzertprogrammen, die in Zusammenarbeit mit bekannten Dramaturgen wie Folkert Uhde, Schauspielern wie David Bennent oder Künstlern anderer Genres wie den Pantomimen „Bodecker & Neander“ entstehen.

Das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig hat mit zahlreichen renommierten Musikerpersönlichkeiten zusammengearbeitet. So konzertierten u.a. Michael Sanderling, Antje Weithaas, Viviane Hagner, Reinhold Friedrich, David Orlowsky, Salome Kammer, Dorothee Mields und Dorothee Oberlinger mit dem Ensemble. Daneben sind Künstler anderer Kunstsparten wie der Chansonier und Gewinner des Deutschen Kleinkunstpreises Sebastian Krämer ebenfalls gern gesehene Gäste des Orchesters.

Bereits kurz nach seiner Gründung gastierte das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig beim MDR Musiksommer, dem Leipziger Bachfest und den Mendelssohn-Festtagen in Leipzig. Es folgten Konzertreisen in die Schweiz, die Türkei und nach Spanien, Gastspiele in allen großen Konzertsälen Deutschlands, darunter die Kölner Philharmonie, die Philharmonie Essen, die Stuttgarter Liederhalle, die Tonhalle Düsseldorf und das Konzerthaus Dortmund sowie zum Rheingau Musik Festival, den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern und der Bachwoche Ansbach. Mit besonderem Erfolg debütierte das Orchester im Wiener Musikverein, wo es auch in diesem Jahr wieder zu hören sein wird. Seit 2009 ist das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig offizieller Partner der Mendelssohn Festtage in Leipzig. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 200-jährigen Jubiläum von Clara Schumann gastiert das renommierte Orchester mit Ragna Schirmer und Lauma Skride u.a. in der Philharmonie Köln, beim MDR Musiksommer, beim Choriner Musiksommer, am Prinzregententheater München, im Markgräflichen Opernhaus Bayreuth und im Musikverein Wien.

Die Diskographie des Orchesters spiegelt die Vielseitigkeit des Klangkörpers: Eine CD mit den Cellokonzerten von Haydn und Denissovs (“Tod ist ein langer Schlaf“) ist bei hänssler classic erschienen. Weitere CDs des Mendelssohn Kammerorchesters Leipzig umfassen Werke von Haydn, Mendelssohn, Ibert, Sannicandro, sowie Dvorak und Tschaikowsky, zudem erschien eine CD mit Werken für Violoncello und Orchester von Robert Schumann und Robert Volkmann mit Peter Bruns als Solisten. Zusammen mit dem Klarinettisten Kinan Azmeh nahm das Mendelssohn Kammerorchester Leipzig eine LP mit dem Titel „Occident & Orient“ auf (Berliner Meister-Schallplatten). Nach der Aufnahme „Primadonna“ mit der Oboistin Clara Dent (Coviello Classics) erschien zuletzt bei Klanglogo die CD „Cosmopolitan Mendelssohn“ mit Werken von Mendelssohn, Berlioz, Volkmann, Donizetti und Gade.

Die Reihe „Konzerte für Neugierige“ ist seit 2007 fester Bestandteil des Leipziger Musiklebens. In diesen Konzerten experimentiert das Ensemble mit neuen Aufführungsformaten. Seine inszenierten Konzerte beleben die Kulturlandschaft und ermöglichen neugierigen Hörern einen Zugang zu klassischer Musik.

Einen wichtigen Bestandteil der Arbeit des Mendelssohn Kammerorchesters Leipzig stellt die Musikvermittlung und Nachwuchsförderung dar. Hierfür stehen seit Jahren hochqualifizierte Musik-, Theater- und Tanzpädagogen der Musik- und Kunstschule „Clara Schumann“ als Partner zur Verfügung, die Kinder und Jugendliche direkt in die Konzeptentwicklung einbeziehen und so die Kreativität der jungen Menschen fordern und fördern. Erfolgreiche Belege dieser prozessorientierten Pädagogik sind nicht zuletzt das jahrelang praktizierte Projekt „Schüler komponieren“, sowie die in die „Konzerte für Neugierige“ integrierten Schülerstücke „Feuersinfonie“, „Konzert für 10 kleine Pianisten von A. Hajdu“ und „Sum gali gali“. 2015 wurde das Mendelssohn Kammerorchester für sein europäisches Kompositionsprojekt „geo-sounds“ mit dem YEAH! Young EARopean Award ausgezeichnet.